Rüdiger Bernhardt
Pressestimmen
»Bernhardt nimmt konsequent Abschied von den »bisherigen vereinseitigten Beschreibungen Hilles als christlicher und poetischer Mystiker, [...] als mystischer Welterfasser und spiritueller Denker« und stellt ihn mit seinen Widersprüchen ganz in seine widerspruchsvolle Zeit und deren literarische Strömungen [...]. Auf weiten Strecken überschreitet
Bernhardts Hille-Biographie die Grenzen rein literarhistorischer
Darstellung und nimmt kulturhistorische Dimensionen an, vor allem dort,
wo der in vieler Beziehung geniale Poet mit dem Leben und Dichten seiner
Zeitgenossen wie Gerhart Hauptmann, Detlef v. Liliencron, Erich Mühsam,
Rainer Maria Rilke, Richard Dehmel, Stefan Zweig, Franz Werfel,
Gottfried Benn oder Heinrich Mann, aber auch und vor allem mit den
weniger bekannten >Friedrichshagenern< bzw. mit Autoren anderer
literarischer Gemeinschaften konfrontiert wird. [...] Das sprachlich
beispielhafte wissenschaftliche Werk vermittelt uns ein facettenreiches,
farbiges realistisches Bild diesen Unbehausten unter den deutschen
Dichtern des ausgehenden 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts.
Einige Abbildungen und ein umfangreicher wissenschaftlicher Apparat
geben der Biographie zusätzliches Gewicht.«
Bernhard Igel in Germanistik
